Es war einmal ein Kunde namens Kurt, der auf der Suche nach dem besten Preis für (s)ein neues Smartphone war. Kurt war sehr preissensitiv – er wollte das beste Angebot finden und für das Smartphone nicht mehr bezahlen als unbedingt nötig. Doch in einer Welt voller Anbieter, Apps und Online-Shops entdeckte Kurt schnell, dass das Finden des niedrigsten Preises gar nicht so einfach war, wie er ursprünglich dachte.
Zunächst begann Kurt eine klassische Offline-Suche bei den verschiedenen Elektronikmärkten in seiner Stadt. Eine mühselige Angelegenheit, denn die meisten Läden waren über die ganze Stadt verteilt. In den Fachgeschäften verglich er die Preise auf den Regalen und ließ sich von den Verkäufern über Rabatte und Aktionen beraten. Doch schon bald merkte er, dass sich viele Angebote unterschieden. Obwohl das Smartphone im Grunde identisch war, so erschwerten Sonderaktionen, zusätzliche Gebühren oder komplizierte Kombitarife. Auch musste Kurt zu seiner Enttäuschung feststellen, dass seine Lieblingsfarbe nicht in allen Geschäften vorrätig war.
Entschlossen, sich nicht entmutigen zu lassen, setzte Kurt seine Recherche um den besten Preis nun im Internet fort. Er besuchte Preisvergleichsportale, durchsuchte Hersteller-Websites, diverse Händlershops und las Kundenbewertungen. Doch auch begegnete Kurt einer Herausforderung: Nicht alle Händler waren in den Vergleichsportalen gelistet oder waren über Suchmaschinen prominent auffindbar. Kleinere Händler, die gerade auch preisgünstige Angebote haben, tauchten bei seiner Suche nicht prominent auf.
Je mehr Kurt suchte, desto bewusster wurde ihm: Sein angestrebter Preisvergleich um das beste Angebot ist nur so gut, wie die Sichtbarkeit der Anbieter und deren Angebote. Er konnte nur die Preise von den Anbietern vergleichen, die er auch tatsächlich gefunden hatte. Anbieter, die nicht oder nicht prominent genug sichtbar waren, konnte Kurt nicht in seinen Preisvergleich aufnehmen. Gerade bei Waren mit tagesaktuellen Preisschwankungen, wie etwa auch in der Elektronik, konnte Kurt es sich auch nicht erlauben, mehrere Wochen zu recherchieren, um auch noch den letzten Anbieter zu finden.
Kurt mit seiner Preissuche ist zwar unser ausgedachtes Märchen, hat jedoch auch ein mehr als nur ein Körnchen Wahrheit. Wenn wir es uns ehrlich machen, hat jeder von uns schon einmal nach anderen Angeboten gesucht und Preise verglichen. Wie viele Anbieter haben Sie dabei gefunden und miteinander verglichen? Hatten Sie dabei das Gefühl, alle relevanten Anbieter gefunden zu haben? Haben Sie am Ende tatsächlich das günstigste Angebot genommen oder doch den ein oder anderen Euro mehr ausgegeben, weil eine Website, ein Onlineshop seriöser gestaltet wart, besser gefunden wurde oder die Preise doch nicht so recht vergleichbar waren?
Das Preisbewusstsein allein reicht heute nicht mehr aus, wenn die reale Marktsichtbarkeit fehlt. Das gilt gleichermaßen für den Käufer, der den Anbieter nicht findet, als auch für den Verkäufer, der von Käufern nicht gefunden wird. Für Unternehmen, die erfolgreich verkaufen wollen bedeutet das: Wen Sie erfolgreich von Neukunden gefunden werden wollen, müssen Sie sichtbar sein.
Mittlerweile weiß auch Kurt: Den optimalen Preis lässt sich in einer realistischen Suchspanne kaum finden. Zwar hat das Internet in Punkto schnelle Vergleichbarkeit im Vergleich zum Abklappern von Ladengeschäften viel vereinfacht, andererseits steigt im Internet auch die Zahl der Anbieter nahezu exponentiell, was den Preisvergleich auch wieder verkompliziert.
Fazit
Am Ende wird meist bei dem Anbieter gekauft, der einen guten (nicht zwangsläufig den niedrigsten) Preis bietet und mit einer seriös und modern wirkenden Onlinepräsenz prominent gefunden wurde.